Eier suchen und Jesus finden!
Errettung, Feiertage

9. Eier suchen und Jesus finden!

Es ist Ostern, das Fest der Auferstehung von Jesus Christus, ein Fest von Suchen und Finden!

Jesus war bereits 3 Tage tot und zwei Frauen machten sich auf den Weg zu seinem Grab, denn sie wollten seinen Leichnam mit Öl salben. Doch als sie am Grab ankamen, sahen sie das der Stein vom Grab weggerollt und das Grab leer war. Sie suchten nach Jesus, aber sie konnten Ihn nicht finden! Da erschienen ihnen zwei Männer in strahlenden Gewändern und fragten sie: „Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier! Er ist auferstanden! Erinnert ihr euch nicht, wie er euch in Galiläa sagte, dass der Menschensohn in die Hände sündiger Menschen übergeben und gekreuzigt werden muss und dass er am dritten Tag wieder auferstehen wird?“ (Lukas 24, 5-7).

„Worin liegt der Reiz des Suchens und Findens?“

Wonach suchst du an diesem Ostermorgen? Folgst du vielleicht der Tradition und suchst bunte Ostereier im Garten? Hast du dich eigentlich jemals gefragt, warum diese Eier versteckt werden? Man könnte sie dir doch auch einfach vor die Nase setzen! Schnell und einfach! So haben wir es heute doch am liebsten, oder nicht? Worin liegt also der Reiz des Suchens und Findens?

„Warum verstecken wir Ostereier und suchen danach?“

Nun ja, was die Ostereier betrifft, lässt sich diese Frage relativ leicht beantworten: Es würde einfach allen etwas fehlen! Kinder mögen die Aufregung am Ostermorgen! Sie lieben es einfach ins Gebüsch zu krabbeln und auf Knien auf dem Rasen herumzurobben, um wie ein Detektiv nach den bunten Überraschungen zu suchen! Vielleicht werden sie dabei einige Hosen verschleißen, aber der Moment, in dem sie mitten ins Nest greifen, ist es doch allemal wert! Mit leuchtenden Augen und stolzer Siegerpose rufen sie: „Papa, ich hab etwas gefunden!!!“. Und wie fühlt sich Papa wohl in diesem Moment? Er freut sich von Herzen über den Erfolg seiner kleinen Entdecker! Jedes Jahr fordert er sie mit schwierigeren Verstecken heraus, damit sie daran wachsen und noch größere Erfolge feiern können. Er macht es ihnen manchmal nicht leicht, aber es ist nie sein Ziel, dass sie an der Suche scheitern, sondern er wählt die Verstecke gemäß ihrer Reife, damit sie seine Geschenke auf jeden Fall finden können!

„Warum versteckt sich Jesus vor uns?“

Warum also gab Jesus sich den beiden Frauen an diesem Ostermorgen nicht direkt zu erkennen? Warum „versteckte“ Er sich vor ihnen? Nun, Er wollte sie darin lehren, an der richtigen Stelle zu suchen, damit sie Ihn zukünftig auch finden würden! Seine Nachfolger waren es gewohnt, Ihm als irdischen Menschen zu begegnen, also folgten die Frauen ihrem logischen Verstand, als sie Ihn bei den Toten suchten, denn sie waren Zeugen der Kreuzigung gewesen! Jesus wusste, dass Er diese Erde physisch bald verlassen und in den Himmel auffahren würde, deshalb musste Er nun seine Jünger lehren, was GLAUBE bedeutet! Er hatte ihnen mehrfach angekündigt, was mit ihm passieren würde und ihnen erklärt: „Ich habe euch all diese Dinge gesagt, ehe sie geschehen, damit ihr, wenn sie eintreffen, glaubt.“ (Johannes 14, 29)

„Sie glaubten nicht, weil sie Jesus nicht sahen!“

Jesus schickte zwei Engel an das leere Grab, um sie daran zu erinnern, dass Er ihnen doch GESAGT hatte, dass Er drei Tage nach seinem Tod wiederauferstehen würde. Hatten sie seinen WORTEN geglaubt? Nein, denn sonst wären sie nicht zu seinem Grab gekommen. Und als die Frauen zurückgingen, um den Jüngern zu berichten, „erschienen ihnen diese Worte als leeres Gerede, und sie glaubten den Frauen nicht.“ (Lukas 24, 11) Vor allem der ungläubige Thomas forderte einen physischen Beweis dafür, dass Jesus lebt. Da erschien Jesus seinen Jüngern in seiner menschlichen Gestalt, damit sie Ihn sehen und anfassen konnten. Er sprach zu Thomas: „Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ (Johannes 20, 29).

„Ich sehe Ihn, weil ich an Ihn glaube!“

Für viele Menschen ist Jesus vor 2000 Jahren am Kreuz gestorben. Er muss tot sein, denn sie können Ihn ja heute nicht mehr sehen! ABER es gibt zwei Schlussfolgerungen, die ich aus der Kreuzigung ziehen kann: a) „Weil ich Ihn nicht sehe, gibt es Ihn nicht!“ oder b) „Weil ich nicht an Ihn glaube, sehe ich Ihn nicht!“.

Nachdem Jesus seinen Tod angekündigt hatte, sagte er zu seinen Jüngern: „Die Welt wird mich schon bald nicht mehr sehen, doch ihr werdet es. Denn ich werde leben, und ihr werdet auch leben. Wenn ich wieder zum Leben auferstanden bin, werdet ihr wissen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir seid und ich in euch. (…) Und ich werde mich ihm [der mich liebt] persönlich zu erkennen geben.“ (Johannes 14, 19-21) Mit der „Welt“ sind hier diejenigen gemeint, die Jesus nicht erkannt hatten, aber seine Jünger kannten Ihn und glaubten an Ihn und deshalb würden sie Ihn sehen! Sie werden Ihn mit ihrem Herzen sehen, denn dies ist der Ort, an dem Er von nun an wohnen wird und an dem sie Ihm begegnen werden!

„Gott versteckt sich FÜR dich, damit du lernst Ihm zu glauben!“

Gott versteckt sich heute nicht VOR dir, sondern FÜR dich! Er möchte, dass du lernst, an Ihn zu glauben und seinen Worten, die damals wie heute gelten, zu vertrauen! Dann wird er sich dir persönlich zu erkennen geben! Das Nicht-Sehen und Nicht-Wissen ist eine Voraussetzung zum Glauben. Die Reihenfolge ist hier entscheidend: Du musst nicht wissen und verstehen, um zu glauben, sondern du musst glauben, um zu wissen und zu verstehen.
Wenn die Kinder am Ostersonntag die Eier im Garten suchen, dann wissen sie nicht, ob dort wirklich welche versteckt sind…ABER sie vertrauen ihrem Vater, wenn er sagt, dass dort welche sind. Sie glauben seinem Wort und deshalb werden sie auch welche finden!
Gott wird immer wieder Dinge FÜR uns verstecken, damit wir durch das SUCHEN eine tiefere Offenbarung von seinem Wesen FINDEN und in eine tiefere Beziehung zu Ihm hineinwachsen!

„Mit jeder Suche findest du eine tiefere Offenbarung seines Wesens!“

Aufgrund meiner herausfordernden Lebenssituation bin ich gerade darauf angewiesen, Gott in meinen Schwierigkeiten zu suchen und ich durfte schon oft diesen Moment erleben, in dem ich etwas Neues von Ihm gefunden hab. Es ist dieser Moment des kindlichen Staunens und der unermesslichen Freude mit dem Ausruf: „Wow, SO bist du Gott?“. Und ich spüre, dass meine Freude in diesem Moment auch seine Freude ist! Mit jeder Herausforderung, in der ich stecke, wachse ich im Glauben und komme Ihm ein Stückchen näher! Ich lerne, Ihn mit dem Herzen zu sehen, weil ich weiß, wie Er ist. Ich erkenne Ihn an seiner Gegenwart, die Liebe, Schönheit und Leben hervorbringt!

„Wo und wonach suchst du heute?“

Ich weiß nicht, wo und wonach dein Herz sucht an diesem Ostermorgen, aber ich weiß, dass sich in deinem Herzensgarten jemand für dich versteckt hat, der darauf wartet, dass du kommst, um Ihn zu finden! Denn Er hat uns versprochen: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia 29, 13-14).

So wünsche ich dir heute ein fröhliches Ostereier-Suchen in deinem Herzensgarten. Ich wünsche dir, dass du jenes Überraschungs-Ei findest mit der Aufschrift „Jesus lebt!“, denn dieses möchte dich mit einem neuen Leben beschenken! Ein befreites Leben, das Er für dich aus Liebe am Kreuz erkauft hat!

© by Himmelsstürmer, 2020
Der Artikel darf gerne kopiert werden, aber bitte mit Angabe des Autors und Verlinkung zu meiner Seite!

2 Gedanken zu „9. Eier suchen und Jesus finden!“

  1. Die Macht des Glaubens und der Gedanken sind unerschütterlich, und Jesus lebt in uns weiter! In diesem Sinne, frohe Ostern. Das hast Du gut beschrieben!

    Gefällt 1 Person

    1. Oh ja, Glaube ist eine Kraft, deshalb ist es immer gut, sich seine Gedanken bewusst zu machen. Denn was wir im tiefsten Inneren glauben, bestimmt, wie wir leben! Wenn Jesus in uns lebt und unsere Gedanken „durchtränkt“, dann wird unser Leben das spiegeln und wir werden all die guten Früchte sehen, von denen er spricht! In diesem Sinne, Dir auch frohe Ostern! 🙂

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