20. Fülle und Überfluss im neuen Jahr
Feiertage, Gott im Alltag, Himmlische Begegnungen

20. Fülle und Überfluss im neuen Jahr!

Zu jedem Jahreswechsel setz ich mich hin, reflektiere zusammen mit Gott das vergangene Jahr und lasse mir zeigen, was im neuen Jahr auf mich wartet. Ich erlebe die Zeit um Weihnachten und Sylvester jedes Jahr als sehr anstrengend, aber gleichzeitig auch als wahnsinnig tiefgreifend und besonders. Ja, es ist jedes Jahr eine besondere Zeit, in der Gott besonders spürbar ist, aber letztes Jahr war es alles etwas „besonderer“ als sonst, denn ich habe ein echtes WUNDER erlebt! Und davon möchte ich dir jetzt erzählen!

Mein jährlicher Jahresrückblick…

Immer wenn sich das Jahr dem Ende entgegen neigt, kommt es zur inneren Einkehr, zur inneren Reflektion: Wie ist das Jahr gelaufen? Was ist alles passiert? Mit welchen Erwartungen habe ich das Jahr begonnen und wo stehe ich heute? Ich habe es mir zur jährlichen Gewohnheit gemacht, diese Reflektion in meinem Tagebuch festzuhalten und mit Gott darüber ins Gespräch zu kommen. Oft ist es eine echte Überwindung für mich, denn in einem Jahr kann ziemlich viel passieren, was festgehalten werden möchte, aber wenn ich erst einmal dabei bin, stellt es sich immer als ein echter Segen heraus! Ich lese zunächst die Einträge vom letzten Jahr und versuche, mich hinein zu fühlen, mit welchen Gedanken und Gefühlen ich in dieses Jahr gestartet bin. Danach schreibe ich dann in mein Tagebuch, was ich in diesem Jahr erlebt habe und lass mir von Gott den roten Faden zeigen, wie und wo Er an mir und in meinem Leben gewirkt hat in dieser Zeit. Dies führt immer dazu, dass sich ein Gefühl von Staunen und Dankbarkeit einstellt, denn auch, wenn es immer Jahre voller Kampf waren, so gab es doch auch immer viel zu „befeiern“. Es sind die Veränderungen, die oft nur mit etwas Abstand sichtbar werden. Plötzlich sitzt du da und merkst „Oh, in diesem Bereich hat sich ja richtig was getan! Da denke und fühle ich ja ganz anders als noch vor einigen Monaten!“. Dies ist einer der Gründe, warum ich es wichtig finde, so einen Jahresrückblick zu machen. Dankbarkeit ist einer der gesündesten Zustände des Gefühlslebens und es ist wesentlicher Teil unseres Lobpreises zu Gott!

Dankbarkeit, ABER trotzdem schreit mein Herz noch „MANGEL“!

Doch trotz aller Dankbarkeit war in meinen Einträgen auch immer ein großer Mangel spürbar, ein Beweinen dessen, was eben im vergangenen Jahr nicht eingetreten ist. Ich bin ein Mensch, der immer große Erwartungen hat. Das ist einerseits sehr positiv, denn es nährt meinen Glauben an einen großen und guten Gott. Doch auf der anderen Seite führt es manchmal auch dazu, dass ich einige Enttäuschungen hinnehmen muss. Dieses Gefühl war in den letzten Jahren zu jedem Jahreswechsel irgendwie präsent. Ich wollte es oft nicht zulassen, doch immer fanden die Tränen der Enttäuschung irgendwann ihren Weg nach draußen. Ja, mein Herz schrie förmlich „MANGEL!!!“ und der Schmerz über all die Bereiche der Entbehrung in meinem Leben wollte ausgedrückt werden, all die Einschränkungen, die immer noch da sind und die teilweise meinen Glauben auf eine harte Probe stellen. Meist blieb mir nichts anderes übrig als die Gefühle der Enttäuschung beiseite zu schieben und den Mangel in Erwartungen an das neue Jahr umzuwandeln. So waren die letzten Seiten meines Eintrages meist geprägt von flehenden Bittgebeten zu Gott. Sowas wie „Vater, bitte nimm mir endlich diese Schmerzen!“ oder „Gott, bitte schenk mir endlich den Durchbruch in der Therapie, nach dem ich mich so sehr sehne!“ oder „Vater, bitte lass meinen Alltag endlich leichter werden!“ usw. Es war immer dieses „Danke Gott, ABER…“, denn mein ABER war immer noch lauter als mein DANKE! Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es dieses Jahr kein ABER mehr gab, aber trotzdem war irgendetwas bedeutend anders als sonst!

Ein Wort für das neue Jahr!

Zu meiner Gewohnheit zum Jahreswechsel gehört es nicht nur, das alte Jahr zu reflektieren, sondern auch, Gott zu fragen, was Er im neuen Jahr vor hat und worauf ich meinen Fokus richten soll, um möglichst nah an seinem Plan zu bleiben. Meist bitte ich Ihn, mir ein Wort zu geben, das über dem neuen Jahr geschrieben steht und mich durch das Jahr leitet. Im letzten Jahr war es „Metamorphose“ und dieses Wort hat ein Bild von einer Verwandlung gezeichnet, das mir oft geholfen hat, die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch eine gesunde Perspektive einzunehmen auf das, was passiert. Wenn du weißt, dass dein Rückzug in deinen Kokon kein Versagen deiner selbst ist, sondern genau das Notwendige, um in Gottes Plan der intensiven Verwandlung zu sein, dann fällt es doch um einiges leichter den Mangel an Gemeinschaft zu akzeptieren. So fragte ich Ihn also auch in diesem Jahr nach einem Wort und auch diesmal erhielt ich eine Antwort und zwar auf „wunder“-volle Art und Weise!

Mein persönliches Weihnachtswunder!

Kurz vor Weihnachten hatte ich Besuch von einer Freundin. Sie steckt in einer ähnlichen Situation wie ich und wir versuchen oft, uns gegenseitig zu beraten und zu helfen. Wir haben irgendwann herausgefunden, dass das Riechen an ätherischen Ölen uns hilft, uns in Stresssituationen besser zu regulieren. Ich hatte einige Fläschchen da und reichte ihr das herüber, von dem ich wusste, dass sie es so gerne riechen mag. Es war das Fläschchen mit der Aufschrift „Abundance“ (übersetzt „Fülle/Überfluss“) und es war ein leeres Fläschchen, das nur noch einen klitzekleinen Rest des Öls enthielt. Ich hatte es von jemandem geschenkt bekommen, da diese Öle sehr hochwertig und teuer sind und das Aroma zum Riechen ja immer noch vorhanden war. Also reichte ich ihr das Fläschchen herüber mit den Worten „Es ist zwar leer, aber zum Riechen reicht es noch!“. Sie nahm es in die Hand, roch daran und warf mir dann ein paar irritierte Blicke entgegen, begleitet mit den Worten: „Hää? Die Flasche ist doch voll!“. Ich entgegnete mit einem ebenso irritierten „Hää?“ und erklärte, dass das nicht sein könne, da ich mit Sicherheit wusste, dass ich nur leere Fläschchen geschenkt bekommen hatte! Wie gesagt, diese Öle sind sehr teuer und gerade dieses war eines, das mir noch nicht mal sonderlich gut gefiel. Es gab also keinen Grund, mir ein volles Fläschchen zuzustecken! „Überzeug dich selbst!“, sagte sie und gab mir die Flasche zurück. Während ich sie in den Händen hielt, fielen meine Augen auf das Etikett und ich las „Abundance“, dann überkam mich ein Schauer als ich sah, dass die Flasche tatsächlich bis zum Rand gefüllt war!!! Ungläubig staunend saß ich da und innerlich wurde eine Stimme laut, die sagte: „Das ist ein WUNDER!“. Ich hatte keine Ahnung, wie dieses Öl in diese Flasche gekommen war, aber ich wusste ganz sicher, dass weder ich noch der Schenker daran beteiligt waren! Es konnte also nur Gott sein, der in diesem Moment meine Aufmerksamkeit auf dieses Fläschchen lenkte, um mir zu zeigen, was „Fülle und Überfluss“ wirklich bedeutet und wie es aus dem scheinbaren Nichts heraus entstehen kann. Sofort war mir klar: „Das ist mein Wort für 2020!“ und ich spürte, wie Gott zu mir sagte: „Du denkst, deine Flasche ist leer und zum Riechen reicht‘s gerade noch, ABER Ich sage „Deine Flasche ist voll!“.“

Ich muss meine Perspektive verändern!

Der Absatz an dieser Stelle ist bewusst gewählt, denn diese Aussage muss man erstmal sacken und sich auf der Zunge zergehen lassen! Gott sagt: „Meine Flasche ist voll!“. Ich erlebe all den Mangel und versuche mich von den letzten Öltropfen irgendwie zu nähren und über Wasser zu halten und nun heißt es „Meine Flasche ist voll!“. Ich kann es gar nicht oft genug sagen „Meine Flasche ist voll! Meine Flasche ist voll! Meine Flasche ist voll!“. Und Gott trieb es noch ein Stückchen weiter auf die Spitze, in dem Er mich daran erinnerte, dass mir jemand ein Jahr zuvor einen Eindruck weitergegeben hatte, in dem er mich als Gottes überfließende Salbölflasche sah. Eine Freundin hatte mir davon sogar ein Bild gemalt mit den Worten „überfließend und unlimited“. Und nun ein Jahr später bestätigt Er nochmal: „Deine Flasche ist voll und sie wird überfließen!“. Doch nun wurde mir plötzlich bewusst, wie Er es meinte. Er hatte mich im letzten Jahr gelehrt, dass Er immer „von innen nach außen“ wirkt und dass Er jedem Mangel zuerst in meinem Inneren begegnen möchte. Er hat mir gezeigt, dass Er sein Königreich in mich hineingelegt hat und dass aller Reichtum in meinem Leben von innen nach außen fließen wird. So stellte ich mir nun vor, wie das Salböl aus diesem inneren Königreich heraus quillt und in mir zum Überfluss kommt und alle Bereiche meines Lebens in Fülle versetzt. Ein unbeschreibliches Gefühl der Freude machte sich in mir breit und das Grinsen war nicht mehr aus meinem Gesicht zu kriegen. Wie könnte man besser in ein neues Jahr starten als mit so einer Verheißung!

Von der Bitte zur Proklamation!

Mein Fokus richtete sich plötzlich weg vom Mangel und hin zu all den Möglichkeiten, die nun offen standen. In meinem Kopf zeichnete sich ein Bild vom neuen Jahr, das gleichzeitig überschießende Freude, aber auch Ungläubigkeit hervorrief. Sollte es wirklich möglich sein, dass in meinem Leben eine Wende von „leer“ zu „voll“ bevorstünde, ein Umschwung von „Mangel“ auf „Fülle und Überfluss“??? In all meinen Bittgebeten der letzten Jahre hatte ich fast vergessen, daran zu glauben, dass sie irgendwann erhört würden. Normalerweise wäre ich nun zögerlich und würde so ein Wort erst mit anderen teilen, wenn es sichtbare Anzeichen seiner Manifestation gibt, aber diesmal ist es anders. Die Art und Weise, wie dieses Wort zu mir gekommen ist, hat mich so ergriffen, dass meine „Glaubensflasche“ bereits überfließt und ich nun heute diesen Beitrag schreibe! Ich habe aufgehört zu bitten und zu flehen und angefangen, dieses Wort zu proklamieren und bin voller positiver Erwartungen, was in diesem Jahr auf mich zukommt!

Jeden Tag Sylvester feiern!

Ich fühlte mich beschenkt durch die besonderen Ereignisse in den letzten Tagen des alten Jahres und ich fragte mich am Sylvestertag, warum wir eigentlich nur einmal im Jahr so eine besondere Zeit haben können. Daraufhin hörte ich Gott sagen: „Kerstin, ich möchte dass du im neuen Jahr jeden Tag Sylvester feierst! Ich möchte, dass du jeden Abend dankbar bist und mit der Erwartung in den neuen Tag startest, dass ich an einem Tag so viel tun kann wie in einem Jahr!“. Wow! Was für ein großartiger Gedanke, jeden Tag den „Tageswechsel“ zu feiern! Jeden Tag achtsam zu sein für das, was Gott gerade tut und am Abend mit Dankbarkeit darauf zurückblicken. Nun ist das Jahr noch nicht besonders alt, aber ich kann sagen, dass diese Perspektive meine Erlebnisse mit Gott intensiviert und meine gesamte Grundhaltung positiv beeinflusst hat!

Wie startest du in das neue Jahr?

Ich weiß nicht, wie du in dieses Jahr gestartet bist, aber vielleicht ermutigt dich dieser Beitrag, dich auch mal mit Gott zusammenzusetzen und die vergangene Zeit, sei es ein Jahr oder nur ein Tag, zu reflektieren und dich in einen Zustand der Dankbarkeit bringen zu lassen. Vielleicht möchtest auch du Ihn mal fragen, welches Wort und welche Verheißung Er dir für die nächste Zeit an die Hand gibt. Es tut so gut, mit Ihm im Gespräch zu sein! (Lies dazu „6. Spricht Gott heute noch?“)

Wir haben einen großartigen Gott, der uns mit Fülle und Überfluss beschenken will! Das glaube ich heute mehr denn je, für mich und auch für dich! In diesem Sinne, sei gesegnet!

© by Himmelsstürmer, 2020
Der Artikel darf gerne kopiert werden, aber bitte mit Angabe des Autors und Verlinkung zu meiner Seite!

4 Gedanken zu „20. Fülle und Überfluss im neuen Jahr!“

  1. Also, so gut! Dankbarkeit ist das Tor zu den Wundern Gottes. Wenn wir unser Selbstmitleid, unseren Ärger, unsere Enttäuschung, unsere Angst usw. loslassen und stattdessen eine bewusste Entscheidung treffen, um dankbar zu sein….wird Gott für uns Berge versetzen. Es ist ein Privileg, dir auf deiner Reise zu ‚folgen‘, Kerstin.

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  2. Guten Morgen, liebe Kerstin,
    und DANKE für deinen, so schönen Jahres – rück – blick… 🙏

    Bei deinen Worten… „Jeden Tag Sylvester feiern!“ oh… da hatte ich einstrahlendes Lächeln in meinem Gesicht… ist dies genau auch meine „Devise“ … ich bezog da allerdings auch das Weihnachtsfest mit ein…
    Bei uns/mir IST Weihnachten… Silvester… DA… jeden Tag… in jedem einzelnen JETZT Moment… Weihnachten… das Fest der LIEBE… Warum nur ist dies nur auf diese „Zeit“ beschränkt?…

    LIEBE… sie IST doch DA…

    LIEBE IST IMMER und ÜBER-ALL… und…

    LIEBE… sie lässt das Herz aufgehen… schließt alle mit ein… nichts und niemanden davon je aus…

    LIEBE IST… und das nicht nur zu Weihnachten…

    In Zeiten, wo es mir nicht so gut ging… sah ich bewusst JEDEN Tag als ein völlig NEU-es LEBEN an…

    Unschuldig, wie ein Kind… begrüßte ich am Morgen das neue Leben… am Abend DANKTE ich für diesen Tag und all den Erfahrungen, die ich darin machen durfte… ja, manchmal gefielen mir, das was ich erlebte… manchmal nicht…

    Am nächsten Tag… probierte ich anderes und neues aus… das sich sowohl für mich als auch für die Menschen in meiner Umgebung – im Herzen – besser anfühlte…ließ die Erwartungen allerdings, wie es sein sollte dabei los… ich FÜHLTE mich geführt aus dem Herzen… das war genug… und es wurde leichter… von Tag zu Tag…

    Immer mehr wurde mir wahrlich auch bewusst… ALLES IST DA… ALLES IST JETZT… denn GOTT IST an meiner Seite..
    ER IST DA… IN MIR… und ich… ich bin in ihm…

    War damals für mich jeder Tag ein LEBEN… fühle ich JETZT immer mehr… diesen EINEN JETZT Moment… als DAS LEBEN, das mir IN LIEBE geschenkt wurde… und bin unendlich DANKBAR dafür… 🙏

    Hab einen wundervollen Tag, liebe Kerstin und auch all die Leser auf deiner schönen Blog Seite hier…

    In LIEBE und DANKBARKEIT
    Elke 💗

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Elke, wie schön, dass du immer mehr vom Leben und auch von der Liebe Gottes schmecken kannst! Ja, Er ist JETZT für uns da und je mehr wir lernen, das JETZT wahrzunehmen, desto mehr werden wir auch von Ihm wahrnehmen! Liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

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