Wenn zerbrochene Herzen nicht mehr glauben können
Glaubensfragen, Heilung, Seelenschmerz

7. Wenn zerbrochene Seelen nicht mehr glauben können…

Gerade überkam mich eine große Traurigkeit…wieder einmal musste ich von jemandem erfahren, dessen Leben so zerstört wurde, dass er/sie nicht mehr glauben kann. Schon so oft sind mir in den letzten Jahren Menschen begegnet, die mich für meinen Glauben bewunderten und mir gleichzeitig mitteilten, dass sie nicht mehr glauben könnten. Jedes Mal war ich tief betroffen und versuchte sie zu ermutigen, dass Gott trotzdem immer bei ihnen war!

Einmal sprach ich mit einer jungen Frau, die sich gerade mal wieder selbst verletzt hatte. Sie erzählte mir, dass sie früher einmal an Gott geglaubt hätte, aber dass dann etwas sehr Schlimmes passiert sei und nun könne sie nicht mehr an Ihn glauben. Ich erinnere mich noch sehr genau an diesen Moment…Wut stieg in mir hoch…jede Zelle in mir schrie: Warum??? Das ist soo ungerecht!!! Nicht nur, dass dieser Frau etwas Schlimmes angetan wurde…viel schrecklicher fand ich es, dass sie in ihrer Not das Einzige verloren hatte, was ihr wirklich helfen könnte! Das Einzige, was ihren Selbsthass überwinden und ihren Schmerz heilen könnte: Die Liebe des himmlischen Vaters!

„Ein hinterhältiger Plan des Teufels…!“

Es ist dieser widerliche Plan des Teufels: Erst bringt er Menschen dazu, anderen Gewalt anzutun, sie zu missbrauchen und ihre Würde zu zerstören und als wäre das nicht schon schlimm genug, nimmt er den Opfern dann jegliche Aussicht auf Heilung und Wiedergutmachung, indem er sie von Gott wegzieht und in ihrem Schmerz isoliert. Er bringt sie dazu, Gott für alles verantwortlich zu machen und flüstert ihnen ins Ohr, dass ein Gott, der so etwas zulässt wirklich kein GUTER GOTT sein kann und dass man mit so einem Gott doch lieber nichts zu tun haben sollte. (Lies „18. Gott ist gut! – Oder nicht?“) Ich kann es so gut nachvollziehen, dass diese Menschen ihre Anklage an Gott richten, denn sie suchen nach einem Schuldigen, damit sie Entlastung finden von der Schuld, die sie sich leider oft selbst geben. Sie wissen nicht wohin mit ihrem Schmerz und suchen nach jemandem, auf den sie ihn projizieren können, damit es irgendwie leichter wird. Doch wird es wirklich leichter, wenn ich meinen Schmerz auf Gott projiziere und mich von Ihm abtrenne? Ist es nicht vielmehr so, dass sich der Schmerz verkapselt und in mir drin sein Eigenleben führt? Und damit dieses Eigenleben nicht ausbricht, suche ich immer wieder nach Möglichkeiten der Kontrolle, die das „Leck“ in meinem Emotionstank abdichten. Ich isoliere mich von allem, was mir gut tut, da die Diskrepanz zwischen dem Innen und dem Außen einfach nicht aushaltbar ist. (Lies „13. Gott ist Liebe!“)

„Du bist NICHT SCHULD und Gott auch nicht!!!“

Wenn du so jemand bist, der diesen überwältigenden Schmerz in sich trägt, dann möchte ich dir jetzt sagen: Du bist nicht schuld und Gott ist auch nicht schuld!!! Bitte lass diese Aussage tief in dein Herz sinken, damit sie zu einer inneren Erkenntnis und Wahrheit wird! Nur so, wirst du Heilung von deinem Schmerz finden!

„Du befindest dich in einem Teufelskreis!“

Du bist in einen „Teufelskreis“ geraten, im wahrsten Sinne des Wortes! Ich möchte dir dazu kurz etwas erklären:
Gott hat die Erde einst als Paradies geschaffen und in die Verwaltung der Menschen gegeben. Er sagte: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz!“ (1. Mose 1, 28), doch die Menschen wurden von der Schlange (dem Teufel) verführt und sündigten. Sie folgten der Stimme des Teufels und dadurch gaben sie die Herrschaft über die Welt in seine Hand. Er bekam den Schlüssel, um die Erde rechtmäßig zu betreten und dort sein Unwesen zu treiben. Schon damals war es sein Prinzip: Er belügt den Menschen, verführt ihn zur Sünde, klagt ihn an wegen seiner Schuld und dann beschämt er ihn so sehr, dass er sich nicht mehr traut, zu Gott zu gehen, weil er Angst vor Strafe hat! Adam und Eva versteckten sich im Garten Eden, nachdem sie vom verbotenen Baum gegessen hatten, denn sie fürchteten sich vor Gott (vgl. 1. Mose 3, 8). Sie glaubten der Lüge, dass Gott böse auf sie sei und sie bestrafen würde. Von nun an war der Mensch gefangen in einem Teufelskreis. Er versucht sich selbst daraus zu retten, doch dadurch gerät er immer tiefer in Gefangenschaft und Not. Das Einzige, was ihn nun noch retten könnte, wäre eine  Erkenntnis…

„Das Gute und Böse gehören nicht unter einen Hut!“

Wir leben in einer gefallenen Welt, in der das Böse existiert! Es manifestiert sich täglich in vielerlei Hinsicht und ständig scheitern wir in unserem Glauben, weil wir versuchen, es mit einem GUTEN GOTT unter einen Hut zu kriegen. ABER das müssen wir gar nicht, denn es gehört nicht unter einen Hut! In der Bibel heißt es: „Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis.“ (1. Johannes 1, 5). Du weißt sicher, was passiert, wenn du in einem dunklen Raum ein Licht anzündest…die Dunkelheit verschwindet! Gott, der das Licht ist, und die Finsternis, die für das Böse steht, schließen sich also gegenseitig aus. Wo Licht ist, kann keine Finsternis sein! Wir befinden uns also in einem Kampf zwischen Licht und Finsternis, ABER nun kommt der alles entscheidende Punkt: Das Licht ist immer stärker als die Finsternis! Denn Licht hat eine eigene Substanz, Finsternis dagegen nicht, denn sie definiert sich nur über die Abwesenheit von Licht! Wenn das Böse also da ist, wo kein Licht ist, ist es selbsterklärend, dass das Böse verschwindet, wenn das Licht dorthin findet!

„Jesus ist das Licht, dass dich von der Finsternis befreit und dir Leben in Fülle schenkt!“

Der Teufel („Satan“) ist die geistiliche Macht der Finsternis. Er entstand bereits lange bevor der Mensch geschaffen wurde und er erhält in der Bibel verschiedene Namen, wie zum Beispiel „Ankläger“, „Lügner“ oder „Dieb“. All diese beschreiben sein Wesen. In Johannes 10, 10 heißt es: Er ist gekommen, um zu „rauben, zu morden und zu zerstören“! Es ist nichts Gutes an ihm, rein gar NICHTS! In ihm ist KEIN Licht! Weiter heißt es aber, dass Jesus gekommen ist, „um das Leben in ganzer Fülle zu schenken“! Jesus sagt von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.“ (Johannes 8, 12) Wow! Ist das nicht fantastisch, dass Jesus dich aus deiner Dunkelheit befreien und dir ein neues Leben schenken möchte? Klingt das nicht nach Hoffnung, in welchem Chaos du auch immer steckst?

„Wie kannst du also aussteigen aus dem Teufelskreis?“

Der Weg hinaus führt über die Erkenntnis, dass das Gute und das Böse zwei verschiedene Dinge sind, die nicht miteinander vereinbar sind! Vielleicht glaubst du, dass dich das Gute ganz und gar verlassen hat, aber du wirst es wiederfinden, wenn du anfängst das Böse in deinem Leben an das Böse (den Teufel) zu adressieren und es nicht mehr wie eine dunkle Decke über das Licht zu legen! Wenn du deine dunkle Sonnenbrille abnimmst, mit der du Gott betrachtest, dann wirst du Ihn als das Gute erkennen. Sein Licht wird deine Augen erreichen und dein Herz liebevoll berühren, damit es seinen eingesperrten Schmerz langsam loslassen und heil werden kann!

„Du hast die Wahl, was du heute glauben möchtest!“

Ich möchte absolut nichts beschönigen, was in deinem Leben passiert ist! Alles, was ich möchte, ist, dir einen Ausweg zeigen und dir Hoffnung zusprechen! Schlimme Erlebnisse haben dazu geführt, dass du heute glaubst, was du glaubst! Und vielleicht glaubst du ja auch gar nicht mehr an irgendetwas und hast Gott ganz aus deinem Leben verbannt. Und so hart es jetzt klingen mag, aber egal, wie es zu deinem Glauben gekommen ist und wer dein Gottesbild verzerrt hat, du trägst heute die Verantwortung und lebst in der Realität, die dein Glaube erzeugt! (Lies „2. Ist es egal, was ich glaube?“) Dient es dir heute, nicht mehr an Gott zu glauben? Oder bietet es nicht eher noch den Tätern des Bösen den Triumph, dass sie ihr Ziel erreicht haben? Willst du, dass der Feind das Spiel um deine Seele gewinnt? Du warst ein Opfer, aber heute bist du ein Überlebender und du hast die Macht, dich zu entscheiden, woran du glauben willst! Diese Macht kann dir keiner nehmen! (Lies „4. Die Macht deiner Entscheidungen!“) Willst du heute ein Sieger sein?

„NICHTS kann dich von der Liebe Gottes trennen oder aus seiner Hand reißen!“

Vielleicht hast du das Gefühl, dass du jede Verbindung zu Gott verloren hast, aber ich kann dich beruhigen, Er nicht zu dir, denn es steht geschrieben: „Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen.“ (Römer 8, 38). NICHTS bedeutet wirklich NICHTS, nicht einmal das schlimmste Trauma, das du dir vorstellen kannst!

Des Weiteren sagt Jesus über seine Schafe: „Ich schenke ihnen das ewige Leben, und sie werden niemals umkommen. Niemand wird sie mir entreißen, denn mein Vater hat sie mir gegeben, und er ist mächtiger als alles andere. Und niemand kann sie aus der Hand des Vaters reißen.“ (Johannes 10, 28-29). Du bist also in der Hand des Vaters sicher und geborgen!

„Glaube ist kein Können, sondern eine Entscheidung!“

Vielleicht denkst du jetzt immer noch „Ich kann einfach nicht glauben!“, aber Glaube ist auch kein Können, sondern lediglich eine Entscheidung. Glaube entsteht auch nicht aus eigener Kraft, sondern aus einer Begegnung mit der Liebe Gottes. „Er hat uns zuerst geliebt“ (1. Johannes 4, 19) und deshalb lieben wir Ihn! Erlaube Gott, dir seine Liebe zu zeigen und lege dein Leben in die Hände von Jesus, dann wird dein Glaube neu in dir wachsen!

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es manchmal hart ist, sich mitten im Leid für den Glauben zu entscheiden, aber ich weiß auch, dass der Moment des Durchbruchs kommt und dass es nichts schöneres gibt, als wenn Jesus dein verwundetes Herz berührt und du das erste Mal wieder Leben in dir spürst! Es sind keine leeren Worte, es ist die Wahrheit!

Der Prophet Jesaja sagt, dass Jesus kommt, „um die zu heilen, die ein gebrochenes Herz haben, und zu verkündigen, dass die Gefangenen freigelassen und die Gefesselten befreit werden.“ (Jesaja 61, 1). Und da setze ich jetzt nur noch ein AMEN darunter!

© by Himmelsstürmer, 2020
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