Die Macht deiner Entscheidungen
Heilung

4. Die Macht deiner Entscheidungen!

Fühlst du dich auch manchmal wie eine Marionette deiner Umstände? Dann möchte ich dir sagen: Gott hat dich nicht ohnmächtig und hilflos geschaffen, sondern machtvoll durch deinen FREIEN WILLEN! Und auch, wenn du nicht immer freiwillig in Situationen hineingerätst, dann bleibt dir doch die Macht der Entscheidung, wie du damit umgehst. Ich persönlich glaube, dass dieses Thema ein Schlüssel in jedem Heilungsprozess ist und möchte dir gerne erzählen, wie Gott mir diesen Schlüssel gezeigt hat!

„Warum heilst du mich nicht?“

Vor ca. zwei Jahren war ich mal in einer Klinik, in der es im Garten eine Klagemauer gab. So fand ich mich in meiner Verzweiflung eines Tages an dieser Mauer und KLAGTE…ich KLAGTE Gott mein Leid, aber vor allem KLAGTE ich Gott AN: „Wo bist du? Warum lässt du das alles zu? Und warum hilfst du mir nicht?“.

Er antwortete mit einem Bild: Ich sah mich selbst in all meinen Schmerzen, sah wie Gott versuchte meine Wunden zu heilen, aber sah auch, wie ich immer wieder Messer selbst in mich hineinstach! Es fiel mir wie Schuppen von den Augen und es ergriff mich in der Tiefe: „Wie soll Gott mich heilen, wenn ich mir immer wieder selbst neue Wunden zufüge?“. Er sah mit seinen liebevollen Augen auf mich herab und wollte mich einfach nur gesund lieben, aber ich war gar nicht bereit, mich lieben zu lassen. Ich steckte in tiefer Selbstverdammnis und diese Messerstiche stellten sich als absolut wirksames Mittel gegen seine Liebe heraus mit dem Ergebnis von andauernden Schmerzen.

„Selbstverdammnis ist ein wirksames Mittel gegen Heilung!“

Gott ehrt unseren freien Willen und solange wir nicht bereit sind an unserem Selbstbild etwas zu verändern, prallt seine Liebe an unseren Schutzmauern einfach ab…zurück bleibt Verzweiflung und Anklage…wie in diesem Moment an der Mauer! Doch das Bild, was er mir gezeigt hatte, blieb nicht ohne Wirkung! Aus tiefster Seele stieß ich ein „NEIN!“ hervor, gefolgt von einem „Ich will das nicht mehr!“. Energisch ergriff ich die Messer, die ich in meinem Körper stecken sah und zog sie heraus! Ich trat vor Gott und bat Ihn um Vergebung, dass ich sein Kunstwerk so zerstört und seine Liebe mit Füßen getreten hatte und ich traf die Entscheidung, dass ich mich von nun an nicht mehr selbst abwerten will!

„Ich traf die Entscheidung, mich selbst anzunehmen!“

Tja, jetzt denkst du wahrscheinlich „Haha…wär ja schön, wenn es so einfach ginge!“. Und du hast Recht, es ist nicht leicht, den Weg aus der Selbstverdammnis herauszugehen und natürlich war es mit diesem Tag an der Klagemauer nicht getan, ABER jede Reise von Tausend Meilen beginnt mit dem ERSTEN SCHRITT! Ich hatte einen neuen Weg eingeschlagen und der führte dazu, dass mir meine Selbstabwertungen von nun an bewusster wurden. Und ja, sie passierten immer noch, aber ich bemerkte sie und kehrte innerlich oft an die Klagemauer zurück und zog das Messer wieder heraus, das ich gerade in mich hineingestochen hatte. Ich bin immer noch auf dem Weg, aber heute kann ich sagen, ich sehe bereits deutliche Früchte von dieser Entscheidung!

„Bist du bereit, abzubiegen?“

Vor ein paar Monaten brachte Gott das Thema „Entscheidungen“ erneut auf meinen Weg. Ich befand mich in einer langanhaltenden Krise und fühlte mich wie eine Marionette des Feindes, die ohnmächtig in den Seilen hing und tat, was sie tun „musste“. Doch war das wirklich so? Ich ging vor Gott, denn diese Ohnmacht konnte doch nicht von Ihm gewollt sein. Wieder antwortete Er mit einem Bild: Er zeigte mir eine T-Kreuzung, an der ich mit meinem Auto stand. Ich wollte weiterfahren, aber dies war nur möglich, wenn ich abbog und mich für eine Richtung entschied. Ich schaute auf die Wegweisschilder, die es üblicherweise an jeder dieser Kreuzungen gibt. Da steht dann z.B. „links: Hamburg 100km“ und „rechts: Berlin 50km“. An einem Punkt, wo ich nicht weiterkomme, habe ich also die Wahl, mich für eine dieser Richtungen zu entscheiden. Ich formuliere damit mein Fahrtziel und entscheide mich, wo ich hin WILL: Hamburg oder Berlin? Und gleichzeitig ist mir natürlich völlig klar, dass ich direkt nach dem Abbiegen natürlich weder in Hamburg noch in Berlin bin, deshalb ja die Streckenangaben.

„Nach dem Abbiegen bin ich auf der richtigen Straße zum Ziel!“

Nach dem Abbiegen hat sich aber trotzdem etwas verändert, denn ich befinde mich nun auf der richtigen Straße, um mich meinem Ziel zu nähern! Ich habe einen Kompass, sodass ich an allen weiteren Wegkreuzungen nach diesen Richtungspfeilen Ausschau halten werde. Sehr wahrscheinlich wird sich auch die Umgebung nicht direkt nach dem Abbiegen verändern, aber je länger ich auf meiner Straße unterwegs bin, desto mehr werde ich auch an der äußeren Umgebung erkennen, dass ich mich meinem Ziel nähere. Eventuell muss ich auch ab und zu mal eine Pause machen oder die eine oder andere Tankstelle aufsuchen, damit ich es bis zum Ziel schaffe.

„Ohnmacht ist ein Zustand von Nicht-Entscheiden!“

Was also wollte Gott mir sagen? Ohnmacht ist ein Zustand von Nicht-Entscheiden! Ich stehe am Ende der Straße und kann mich für keine Richtung entscheiden. ABER ich habe ja die MACHT des freien Willens, also schaue ich auf die Wegweisschilder und überlege mir, was ich denn eigentlich WILL! Nehmen wir mein Beispiel von der Klagemauer: Nach links fahre ich in Richtung „Selbstabwertung“ und der „rechte“ Weg führt mich in Richtung „Selbstannahme“. Ich entscheide mich, den Blinker „recht“ zu setzen und biege nach rechts ab. Vielleicht bin ich die letzten 20 Male immer links abgebogen und dieser Weg scheint mir viel vertrauter, aber wenn ich das tue, was ich immer getan habe, bekomme ich auch das, was ich immer bekommen habe! Ich muss also etwas Neues wagen, wenn sich etwas verändern soll!

Wegweisschilder: Selbstannahme oder Selbstabwertung?

„Meine Entscheidung setzt Gottes Kraft frei, um mich dem Ziel zu nähern!“

Kurz nachdem ich in Richtung „Selbstannahme“ abgebogen bin, wird sich an meiner Umgebung/meinen Gefühle wahrscheinlich noch nicht sehr viel verändert haben. Die Sträucher sind immer noch verdorrt und das Land ist trocken und öde. Doch was sich verändert hat, sind meine Gedanken. Sie haben nun einen neuen Fokus, ein Ziel, worauf sie „zufahren“. Aktivität ist freigesetzt, sie halten z.B. Ausschau nach der nächsten Tankstelle, um Kraftstoff zu tanken, damit ich meinem Ziel näher komme. Diese Tankstellen können Freunde sein, Familie, Therapeuten oder andere Helfer…ABER den wichtigsten Kraftstoff hab ich bereits mit an Bord: den Heiligen Geist! Meine Entscheidung setzt Gottes Wirken frei, Er wird handlungsfähig, wenn ich Ihm die Erlaubnis dazu gebe! Er ist kein Gott, der am Ziel auf mich wartet und klatscht, wenn ich es selbst dahin geschafft habe! Er ist ein Gott, der mit mir auf dem Weg ist, mir die Hand reicht und der mich trägt, wenn ich die nächsten Meter nicht alleine schaffe und mit meinem Auto irgendwo liegen geblieben bin!

„Sei gnädig mit dir, wenn Zweifel kommen!“

Und es werden mit Sicherheit Durststrecken kommen und es werden Versuchungen da sein, kleine Wegabbiegungen, die mich wieder auf die altbekannte Straße der „Selbstverdammnis“ zurückführen wollen. ABER ich kann mich jedes Mal auf meine Entscheidung berufen und Gott wird mich darin stärken, auf meiner neuen Straße zu bleiben. Und auch, wenn es mal nicht gelingt, dann entscheid ich mich, gnädig mit mir zu sein und schau auf das Stück Weg, dass ich schon gefahren bin!

„Ich stehe nicht mehr, sondern ich FAHRE auf mein Ziel zu!“

Es passiert mir immer wieder, dass ich in das Gefühl komme von „Es hat sich nichts verändert, alles fühlt sich so an, wie damals an der T-Kreuzung!“. Aber dann erinnert Gott mich daran, dass ich nicht mehr dort stehe, sondern auf dem neuen Weg FAHRE. Ich bin auf dem Weg Richtung Ziel und er ist der Garant dafür, dass ich ankommen werde! Und nach einiger Zeit werde ich das dann auch an meiner Umgebung/meinen Gefühlen feststellen. Die verdorrten Sträucher werden weniger und machen Platz für die ersten zarten frischen Pflänzchen. Ich beginne meinen Selbstwert langsam zu fühlen und die Liebe meines himmlischen Vaters sowie nahstehender Menschen zuzulassen. Diese Früchte motivieren mich, weiterzufahren bis ich am Wegesrand stabile und kraftvolle Bäume und wunderschöne Blumen sehe!

„Gott liebt es, mit dir im Auto zu sitzen, denn dort wächst eure Beziehung!“

Es ist wichtig zu wissen, dass ich durch meine Entscheidung/mein Abbiegen selten gleich am Ziel sein werde. Nun kannst du dich fragen, warum die Fahrten manchmal so lang und anstrengend sein müssen, aber in diesem Fall möchte ich den Blick mal von deinem Ziel abwenden und auf Gottes Perspektive schauen. Er liebt es, mit dir im Auto zu sitzen und Zeit mit dir zu verbringen, damit du ihn besser kennenlernen kannst! Auf dem Weg baut ihr Beziehung und in schwierigen Wegabschnitten offenbart Er sich dir als vertrauensvolle Festung und Zuflucht. Wenn du dich immer von A nach B beamen könntest, könntest du dein Leben ja auch ohne Ihn führen und du würdest den Genuss seiner Gegenwart verpassen! Wie treffend ist an dieser Stelle der Satz „Der Weg ist das Ziel!“.

„Egal, was dir in deinem Leben passiert ist, du kannst HEUTE eine neue Entscheidung treffen!“

Die Entscheidungen in unserem Leben haben uns auf die Straßen gebracht, auf denen wir uns heute befinden! Wenn du also auf einer Straße bist, auf der du nicht sein möchtest, dann schaue zurück und finde die Kern-Abbiegung, an der du dich für diesen Weg entschieden hast! Dies gestaltet sich leider nicht immer so einfach, da wir viele Entscheidungen im Unterbewusstsein getroffen haben und es leider auch immer wieder passiert, dass schreckliche Umstände bzw. die falschen Entscheidungen anderer uns ungewollt auf Lebensstraßen gedrängt haben, die uns nicht gut tun. ABER egal, was dir in deinem Leben passiert ist, Gott wird dir die Knackpunkte zeigen und du hast die Macht heute eine andere Entscheidung zu treffen! Frag Gott nach der Wahrheit über eine bestimmte Situation und lass deine Glaubenssätze erneuern, damit sie zu Motoren werden, die dich dem richtigen Ziel näherbringen!

Also, was steht auf deinen Wegweisschildern und wo willst du hin?

© by Himmelsstürmer, 2019
Der Artikel darf gerne kopiert werden, aber nur mit namentlicher Angabe des Autors und Verlinkung zu meiner Seite!

3 Gedanken zu „4. Die Macht deiner Entscheidungen!“

  1. Sehr schöne Beiträge und Seite, vielen Dank! Und durch ein Video auf den Weg mit Jesus zu finden… und zu so einer Tiefe zu gelangen – ich bin beeindruckt! Nur weiter so, in meine Linkliste habe Du schon gesetzt! Ganz lieben Gruß, allezeit viel Segen, Frucht und Freude!

    Tina 🌼🌷🌼🌷🌼🌷🌼

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Tina, vielen Dank für dein liebes Feedback! Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt! 🙂 Ja, es ist so eine spannende Reise mit Jesus und ich bin gespannt, was ich noch alles entdecken und teilen darf! Dir auch ganz liebe Grüße zurück und natürlich n extragroßen Ostersegen!

      Gefällt 1 Person

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